Prof. Dr. Bernd Schneidmüller: Agnes von Staufen und die Hochzeit von Stahleck
Aus der Vortragsreihe: „Mit Schleier und Schwert – Weibliche Herrschaft auf Burgen“
Mauern, Bergfried und Zugbrücke – Burgen wecken viele Assoziationen und dienten als befestigte Bollwerke, als Zentren dynastischer Macht und als beeindruckende Wohnsitze.
Wegen ihrer militärischen und politischen Funktionen scheinen sie reine Männersache gewesen zu sein. Dass auf Burgen auch Frauen lebten, hat sich vor allem in der Vorstellung des „Burgfräuleins“ niedergeschlagen. Die Realität war aber weitaus vielfältiger: Je nach gesellschaftlichem Stand arbeiteten Frauen auf Burgen, sie organisierten nicht selten den gesamten Haushalt und mitunter herrschten sie sogar über die Burgen, was auch die Verteidigung im Kriegsfall einschloss.
Um diesen von der Forschung bislang noch kaum beachteten Themenbereich zu untersuchen und ihn zugleich der Öffentlichkeit nahezubringen, veranstaltet die Direktion Burgen Schlösser Altertümer der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz gemeinsam mit dem Arbeitsbereich Spätmittelalterliche Geschichte und Vergleichende Landesgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz die Vortragsreihe „Mit Schleier und Schwert. Weibliche Herrschaft auf Burgen“ und die wissenschaftliche Tagung „Burgherrinnen. Frauen und Burgen im römisch-deutschen Reich (13.–16. Jahrhundert)“. Die Vortragsreihe wird von April bis September 2026 an wechselnden Orten in Rheinland-Pfalz spannende Frauenbiographien in den Blick nehmen, ehe die auf der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein vom 14. bis 16. Oktober 2026 stattfindende Tagung den vielfältigen Facetten des Themenkomplexes Frauen und Burgen nachspürt.
Veranstaltungsort: Pfarrsaal, Langstraße 2, 55422 Bacharach
Dauer: ca. 60 Min.
Kosten: Eintritt frei
Anmeldung: unter bsa.anmeldung(at)gdke.rlp.de oder Tel. 0261 6675-4141
