"Zu Tisch!" - Präsentation

Halali – die königliche Jagdgesellschaft

1842 beschlossen die vier preußischen Kronprinzen gemeinsam ein Jagdschloss am Rhein zu errichten: Die Burg Sooneck, am Rande des Soonwaldes gelegen, bot dazu eine einzigartige Gelegenheit. Sie waren jedoch nie zusammen auf der Burg gewesen und haben auch nie gemeinsam im Soonwald gejagt – wir zeigen unseren Besuchern jedoch, wie eine solche Jagdtafel wohl ausgesehen haben könnte.
1834 erwarben die vier preußischen Kronprinzen, Friedrich Wilhelm, Wilhelm, Carl und Albrecht gemeinsam die Burg Sooneck, die oberhalb von Trechtingshausen am Rhein liegt. Ab 1842 wurde sie zum Jagdschloss ausgebaut, die prinzlichen Brüder wollten hier einen Jugendtraum realisieren und ganz ohne Hofstaat oder Gefolge nur unter sich sein. Gemeinsam haben sie die Burg allerdings nie besucht oder bewohnt, sind auch nie zusammen auf der Jagd im nahegelegenen Soonwald gewesen. Dennoch hatten sie sich einen idealen Standort für ihr Jagdschloss ausgesucht, die Rotwild- und Damwildbestände des nahen Soonwaldes luden dazu ein. Im ersten Stock des Schlosses war der gemeinsame „E saal“ ge lant, der über eine Wendeltreppe mit der Küche und den Vorratsräumen im Souterrain verbunden war. Diesen Speisesaal hat nur Prinz Carl noch bei seinen gelegentlichen Besuchen genutzt.
Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland Pfalz inszeniert dieses Jahr eine fiktive Jagdtafel für die vier Kronprinzen – so, wie sie es vielleicht gerne erlebt hätten: Die Tafel ist eingedeckt mit reichem Porzellan, Gläsern und Silber; Wein und herbstliches Wildbret und Gemüse stehen bereit.

24.06. bis 28.10.2018